die Hundetrainerin Annette

Hundetraining mit Annette |

   
  

Hundetraining mit Annette

Annette die Hundetrainerin stellt sich vor

Meine Zeit mit Hund begann als ich noch nicht in der Schule war, Seppel unser Glatthaar-Foxterrier gehörte in unsere Familie. Mit 14 Jahren habe ich den Rottweiler vom Vater „übernommen“ und ihn im Gebrauchshundeverein Schutzhund I, II und III geführt. Unser Vater hat sehr darauf geachtet, dass ich nicht in „die Hände“ von gewaltgeladener und brutaler Hundearbeit kam. In dem Hundeverein, in dem ich war, wurde gewaltfrei trainiert, das war damals nicht selbstverständlich. In der Nachbarschaft wurden Rottweiler gezüchtet. Unser Vater hat mir verboten weder mit noch ohne Hund an dem Haus vorbeizugehen. Er war besorgt. Die Hunde waren „scharf“ gemacht, lauerten im Garten und unser Vater hatte Sorge, dass da irgendwann mal ein Hund durch den Zaun geschossen kam. Der Besitzer trainierte auf einem anderen Hundeplatz im Ort, da herrschte ein sehr rauer Ton. Unterordnung hatte eine ganz andere Bedeutung als heute.  

Als junge Mutter fehlte mir ein Hund, ich war es nicht gewohnt ohne Hund zu sein. Ich bekam von meiner Freundin, die damals ein großes Tierheim leitete, Bobby, einen Bearded Collie. Der war ausgesetzt worden, war völlig verwahrlost und tief traumatisiert. Bei uns hat er sich sehr wohl gefühlt, wir konnten ihm in den ersten Wochen nur unsere „Nähe“ auf Abstand geben und er war eine lange Zeit keine Minute allein. Gefressen hat er zeitlebens nur nachts, wenn wir alle schliefen. Der Hund hatte viele Traumen, aber dass er ein Hütehund war, hat er nie verleugnen können, hier war er völlig instinktsicher und völlig normal.

Hier hatte ich zwei völlig unterschiedliche Hunde und von beiden durfte ich sehr viel lernen. Ohne Hund kenne ich mich nicht. Irgendwann habe ich entdeckt, dass ein Labrador ein Hund ist, der so richtig zu mir passt. Meine erste Labradorhündin Luna hat hier wesentliches dazu beigetragen. Mit meinem Rüden Angelo besuchte ich mein allererstes Dummy-Seminar. Angelo war nicht so gut erzogen, heute weiß ich das, ich war einfach nicht konsequent genug. Dennoch, wir haben es geschafft. Der Draufgänger mit einem enormen Bewegungsradius und ich, die sich hier völlig neu sortiert hat, wir sind ein großartiges Team geworden.

Und jetzt beginnt auch meine Suche nach Training mit einem Trainer. Erfahrung mit Hunden hatte ich ja, aber! Die Anfänge waren für mich schrecklich. Ich sollte aus meinem Hund etwas ganz anderes machen als er war. Zwei Jahre Training mind. 2x in der Woche und niemals in der Gruppe, 60 Euro die Stunde und immer eine 10-er Karte (600 Euro im Voraus kaufen), dann hätte ich eine Chance aus dem Hund einen normalen Hund zu machen. Das Erstgespräch war niederschmetternd, ich als Person ein niemand.
Nicht mit mir! Ich bin Annette. 

Dann besuchte ich ein Training mit einem Retriever-Trainer. Heiße Hündin mit im Training, mein Angelo war... einfach (hin und) weg. Der Start war missglückt. Wir haben es noch ein paar Mal probiert, erfolglos. Dann habe ich allein geübt, wie ich es von früher mit dem Rottweiler kannte. Und: wir hatten Erfolg. Dann habe ich es wieder gewagt mit ihm unter Aufsicht zu trainieren. Ich musste mich auslachen lassen, beschimpfen und wenn ich außer Hörweite war, wurde über mich gesprochen, gerne auch gelästert. Ich war in einer völlig anderen Hundewelt, als ich sie viele Jahre kennengelernt hatte. Mein Angelo hat dann nach einer Weile sogar Prüfungen bestanden. Ich brauchte diesen Erfolg für mich. Mein Angelo hat mitgemacht.
Dann kam meine Sheela, lieb und ruhig, sie sollte ja zu Angelo ein ruhiger Hund sein. Passte. Auch mit ihr habe ich trainiert. Auch wir haben Prüfungen gemacht. Aber sportlich waren wir beide wirklich nicht, Sheela erledigt eine Aufgabe und dann legt sie sich hin und findet sie hätte jetzt eine Pause verdient und bitte auf einem Deckchen. Diesen Arbeitsstil hat sie behalten. 

Mir wurde allerdings empfohlen, mir ein anderes Hobby zu suchen. Das mit dem Hundetraining sollte ich lieber lassen, ich hätte wirklich kein Talent dazu, einen Hund zu führen. Ich sollte bloß nicht den großen Fehler machen, mir einen Labrador aus einer Arbeitslinie anzuschaffen. Ich musste sehr lange darüber nachdenken. Mein Anliegen ist es mit einem Hund ein Team zu werden, zusammenzuwachsen, beide nach ihren Möglichkeiten. Das habe ich als eines von sechs Kindern von unserer Mutter und unserem Vater gelernt. So sind wir groß geworden. Und warum soll das bitte beim Umgang mit Hund anders sein. Ich kann aus einem Gebrauchshund keinen Hütehund oder umgekehrt machen und dann ist da ja auch noch die Individualität des einzelnen. 

Mit meiner Arbeitshündin Nica, bin ich aus dem Training rausgeflogen, schriftlich. Ich hätte keine Ahnung von Hunden, so fing der Text an. Warum war es dazu gekommen? Ich habe einen Menschen mit Hund gefragt, warum er seinen Hund schlägt und mit ihm schimpft, ich beobachtete das jetzt schon fast 6 Monate und der Hund änderte sich nicht. Für mich lagen die Probleme eindeutig woanders. Ich habe den Menschen fast angefleht, diesen Hund untersuchen zu lassen. Eine ganze Weile später habe ich über fb erfahren, dieser Hund hatte nicht nur eine schwere Erkrankung. Ich gebe nicht damit an, dass ich schon viele Jahre in einer Tierarztpraxis gearbeitet habe, dass ich in meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin (für Menschen) etwas über Krankheiten gelernt habe und umfassend lernen musste zu diagnostizieren, weil wir Heilpraktiker lernen müssen, was wir nicht behandeln dürfen. Um das zu erkennen, müssen wir eben eine ganze Menge über Krankheiten lernen und die Prüfung ist eine echte Herausforderung. Inzwischen bin ich wirklich auch berufserfahren. Die Tiere in der Behandlung habe ich als Tierheilpraktikerin vor 12 Jahren dazu genommen. 

Ich musste in dieser Zeit auch meinen ersten Hund, den Rottweiler erinnern. Meine Freundin wurde deutlich. Du keine Ahnung von Hunden? Ich fasse es nicht. Lass dir nichts erzählen. Weißt du nicht mehr, dass du mal einen Rottweiler geführt hast? 

Ich mag das Training mit meinen Labradoren sehr, aber „Schema F“ geht eben einfach nicht. 

Mit all meinem Wissen, meinen Ausbildungen und mit meiner Erfahrung habe ich mich beim Veterinäramt vorgestellt. Reicht es um Hundetrainerin mit Erlaubnis zu werden, muss ich noch eine Ausbildung machen? Die Amtstierärztin hat meine eingereichten Unterlagen geprüft und mich zur Überprüfung eingeladen. Schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung, praktische Arbeit. Alles bestanden! Ein großes Lob im Umgang und in der Kommunikation mit dem Menschen gab es noch zur Krönung obendrauf. Wie schön.  

Jetzt bin ich Hundetrainerin mit einem starken Gefühl der Sicherheit im Rücken und ich bin mit großer Freude und Empathie für Mensch und Hund unterwegs. In den letzten Jahren habe ich wunderbare Erfahrungen im Training mit Menschen und Hunden machen dürfen.

Inzwischen bilde ich Hundetrainer*innen und am Thema interessierte Menschen aus zum Thema Kommunikation zwischen Hundetrainer*in und Hundehalter*in. Meine Arbeit wird von Tierärztekammern als Fortbildung anerkannt.

Annette

 
Diese Webseite verwendet ausschließlich essenziell wichtige Cookies die für den effektiven Seitenbetrieb notwendig sind. Mehr Infos hier: Datenschutzerklärung OK