über mich

Annette |

   
  

Annette

Ich bin Annette, geboren im August 1959

Mein Leben hat mit euch allen etwas gemeinsam. Höhen und Tiefen, Freude und Leid, strahlende Gesundheit und Krankheit, Tatendrang und ausgebrannt sein, Langeweile und vor lauter Arbeit nicht wissen, womit anfangen, Traurigkeit und Glücksmomente.

Du hast mich gefunden, im Internet oder wir sind uns irgendwo einmal persönlich begegnet und nun weißt du, dass ich Heilpraktikerin bin, Labradore züchte, Menschen coache und Hunde trainiere. 

Hier kannst Du etwas mehr über mich erfahren.
Meine Eltern waren unsere Eltern, sie haben uns das „wir“ beigebracht und das Teilen. Wir – meine Herkunftsfamilie - sind sechs Kinder, 4 Mädchen und zwei Jungen und eben unsere Eltern, unsere Mutter und unser Vater. Jedes Kind hatte besondere Vorlieben und besondere Fähigkeiten. Da waren auch lustige (aus heutiger Sicht) Erlebnisse dabei. Es gab die Zeit der Rüschenblusen und weißen Jeans. Mussten wir haben. Und der Kommentar unserer Mutter: von mir aus, aber bügeln tut ihr das selbst. Und so standen wir stundenlang am Bügelbrett und bügelten Rüschenblusen und weiße Jeans. Ich habe viele schöne Erinnerungen an diese Zeit. 

Ja und eben auch nicht so schöne Erlebnisse, die lange Zeit unausgesprochen blieben und dann mühsam aufgebarbeitet werden wollten. Eine gewaltige Last war das, die ich da trug. Meine Stärke und meine enorme Power (meint Kraft und Energie) waren meine Begleiter und auch das Gefühl, nicht aufgeben zu wollen, weil für mich klar war, diesen Weg gehe ich jetzt.

Mein Beruf, was wollte ich werden? Ich wollte Räume gestalten und habe mich in einem großen Möbelhaus in Essen beworben. Klare Absage, klare Trennung zwischen männlich und weiblich. Möbel waren die Sache der Jungen und Männer. Unsere Mutter vertrat die Meinung, wenn ich nichts finde, könne ich ja weiter zur Schule gehen, unserem Vater wäre eine Arbeit für mich lieber gewesen, er meinte das wäre besser für mich. Ich habe mir dann eine Schule angeschaut und mich auch zur Sicherheit dort angmeldet, für den Fall, dass ich keine Lehrstelle bekommen würde. Dort hätte ich ein Fachabitur für textiles Gestalten machen können, worauf ich so gar keine Lust hatte. Für mich war das eine bessere Nähschule.

Ein wichtiger Exkurs: Ich bin Linkshänderin und manuell sehr geschickt. Im ersten Schuljahr bekam ich die Tafel ausgeputzt wenn ich schön geschrieben hatte (das war die linke Hand) und musste dann nach der Schule die Hausaufgaben dort in einem kalten dunklen Zimmer machen (mit rechts). Nur malen durfte ich mit links. Unsere Oma hat mir häkeln und stricken beigebracht, da war ich 5. Ich war glücklich, meine linke Hand brachte Geschwindigkeitsrekorde und sichtbare und gut zu tragende Ergebnisse. Im 5. und 6. Schuljahr durfte ich im Fach Textiles gestalten schon den Unterricht mit gestalten, weil ich alles schon konnte, was ich da lernen sollte. Auch hier die Trennung. Die Jungens durften sägen und werkeln (da durfte ich nicht mitmachen), die Mädchen mussten stricken und häkeln lernen und die ersten Nähstiche standen im Lehrplan. Stricken und Häkeln konnte ich schon. Nähen? für mich nichts Neues. Meine neuen Hosen habe ich mit einem blinden Saum von Hand umgenäht. Mein erstes Nähstück im 5. Schuljahr war ein 8-Bahnen-Rock vom Zuschnitt bis zum Knopf am Bündchen selbst gemacht. Ich bin sehr schnell und so habe ich der Lehrerin geholfen, den anderen Mädchen zu zeigen wie rechte und linke Maschen zu stricken gehen, ihnen beim Sticken den Kreuzstich gezeigt und vieles mehr.  

Mein Weg ins Berufsleben.
Ich erinnere noch sehr genau mein Vorstellungsgespräch. Ich saß bei dem Personalchef bei Krupp in Essen und ließ mir erklären, warum ich nicht Industriekaufmann werden durfte, was ich eigentlich viel sinnvoller für mich fand. Bürogehilfin musste ich werden, weil Mädchen nicht Bürokaufmann oder wie bei Krupp Industriekaufmann werden konnten zu dieser Zeit. Heute heißt das Berufsbild Kauffrau oder Kaufmann für das Büromanagement. In der Industrie heißt es Industriekaufmann oder Industriekauffrau. Dass ich "nur" Büroghilfin war hatte auch was Gutes. Ich hatte großartige Jobs als Sekretärin in Chefetagen. Meine Fähigkeit in Zusammenhängen zu denken, meine aufrechte und ehrlich Art und meine Verschwiegenheit, brachten mich ganz nach oben. Über 400 Anschläge in der Minute blind auf der Schreibmaschine, Stenografie und Eilschrift, englische Texte vom Band in die Schreibmaschine tippen das waren auch so Dinge, die ich konnte und womit manches möglich war in sehr kurzer Zeit. Mir war trotzdem langweilig. Ich habe sehr viel Geld verdient, was auch ganz schön war, aber zeitgleich fühlte sich das auch für mich sehr leer an.

Dann kam die Hochzeit, ein Kind, Mutter sein. Trennung, eine nicht so schöne Zeit. Und wieder ein Neuanfang, eine neue Beziehung. Ein bisschen wie im Märchen, aber als Ruhe einkehrte in unser schönes Leben wurde mein Mann schwer krank, eigentlich war er schon krank als wir uns kennenlernten, ich fand das aber nicht schlimm. Nun war ich Mutter, Ehefrau, Krankenschwester und ich musste wieder arbeiten, das Geld reichte nicht. Ich war nur Bürogehilfin und nach ein paar Jahren als Hausfrau und Mutter zurück in den Beruf, da blieb mir nur die Aushilfe für wenig Geld mit viel Arbeit. So hatte ich mir das nicht vorgestellt und habe ein Vollzeitstudium zur Betriebswirtschaft abgeschlossen. Das Mädchenthema hatte sich im Laufe der Jahre sehr verändert. Mit diesem Abschluss und dem Zertifikat auch Lehrlinge ausbilden zu dürfen konnte ich mich in der Arbeitswelt wieder blicken lassen. Ich hatte gute Jobs, einen geregelten Feierabend und ein sehr beachtliches Einkommen. 

In meinen „Langeweilezeiten“ habe ich mich mit Menschen, Tieren und deren Befindlichkeiten beschäftigt. Krankheiten, was sie mit einem machen (können), ob man hier was ändern kann, was hat die Natur zu bieten, damit es mir gut geht. Hunde waren wichtig, nicht nur meine, auch die der anderen. Viele Jahre bin ich in meiner Freizeit in eine Tierarztpraxis gefahren, habe dort geholfen, sehr viel zugehört und sehr viel gelernt. Ich lernte die Wichtigkeit der Schulmedizin schätzen und erfuhr gleichzeitig etwas über die Naturheilverfahren und ihre große Wirksamkeit. Dass Lebensmittel Mittel zum Leben waren, war auch damals schon für mich ein Thema. 

Ich lernte, niemals ungefragt etwas zu tun mit einer einzigen Ausnahme: es ist Gefahr im Verzug. Hilfe darf ich anbieten, aber ich kann sie niemandem aufzwingen. In den elf Jahren, in denen ich meinen Mann betreut und gepflegt habe, durfte ich das lernen.  

Auf meinem Weg habe ich etwas über Stimme und Stimmungen gelernt und erfahren. Das hat mich ausgefüllt über viele Jahre. Und dann taten sich zwei Wege für mich auf. Wenn Stimme zu Gesang ertönt... Den Satz du musst dich entscheiden ob du große Opern singen möchtest und weiter machst oder etwas ganz anderes machst mit deinen Fähigkeiten, höre ich heute noch. Nein, große Opern singen, ich auf einer Bühne das wollte ich nicht. Der andere Weg, der hat mich interessiert. Mit der Stimme kam ich immer wieder in den heilenden Bereich. Ich habe Seminare gegeben und Erwachsenen die heilwirksame Stimme nah gebracht und sie sie auch erfahren lassen. Nicht die Technik habe ich gelehrt, wir haben die Stimme und ihre Möglichkeiten angeschaut. Dem eigenen Ton lauschen oder einen Gesang entstehen lassen, ein Klang, der ohne das ein Wort gesprochen wird so viel bewegt, hier ist vieles möglich. Immer wieder berichteten die Teilnehmer, dass sich Beschwerden und Befindlichkeiten geändert hätten, was lange nicht ging, war plötzlich möglich und Bauch- oder Kopfschmerzen war plötzlich weg. Ich war im heilenden Bereich angekommen. Das hat sich herumgesprochen und die Menschen buchten Einzelsitzungen bei mir. Weil ich nichts mache, ohne sicher zu sein, dass ich nichts Unrechtes tat, habe ich mich erkundigt ob und was ich alles darf. Ich besuchte eine Amtsärztin, die musste es wissen. Sie riet mir mich zu legitimieren und Heilpraktikerin zu werden. Das war eine harte Nummer. Erstens bin ich kein Prüfungsmensch, ich bin eine Praktikerin und das Lernen, studieren von Lektüre war wirklich nicht einfach. Ich habe es geschafft. Ich führe die Berufsbezeichnung Heilpraktikerin.

Manchmal steht für eine Person Veränderung an und sie weiß gar nicht, wohin sie zuerst schauen soll. Hier bin ich Wegbegleiterin. Was ich nicht mache, sind Techniken anwenden, dazu weiß ich zu viel über die vielen Dingen, die bei einer (bestimmten) Technik gar nicht gesehen werden. Für eine Weile mag das einer Person genügen, bis die Person feststellt oder spürt, das ist nicht alles und die Reise geht weiter.

Ich habe viele Reisen gemacht, innere Reisen, habe mir viele Wirkweisen angeschaut und auch Techniken erlernt und angewandt. Techniken erlernen und anwenden kostet Geld, oft eine Anschaffung dazu und es braucht die passenden Räume. Es muss sich dann auch wirtschaftlich lohnen. Der Klient oder Patient zahlt. Mich hat das alles von meinem Weg abgebracht. Meine Gedanken kreisten um Summen und Beträge, die ich einnehmen musste. Die Person muss jetzt 10x kommen, sonst rentiert sich das nicht. Ständig war ich damit beschäftigt neue Klienten und Patienten aufzutun. So wollte ich nicht weitermachen. Nach und nach und Stück für Stück habe ich mich verkleinert, auch räumlich. Ich habe mich von vielem verabschiedet, Technik in der Praxis ist bis auf ein Blutdruckmessgerät nicht mehr da. Was ich für meine Arbeit benötige liegt in einem Schrank, mir fehlt es an nichts. Auch meine Patienten und Klienten vermissen nichts. Wir reden und wenn es Sinn macht, mache ich eine manuelle Untersuchung oder veranlasse ein Labor. Mein Praxisraum ist klein und bescheiden, dabei mit viel Liebe und eher sparsam eingerichtet. Die Menschen füllen diesen Raum mit dem, was sie dort hineintragen.

Das Zuhören können mit allen Sinnen – was auch die Zeit einschließt in der „nur“ Schweigen im Raum ist - ist meine Arbeit geworden.

 

Woher ich die Kraft nehme? Sie ist da und sie wächst weiter. Sie ist gewachsen aus meiner Sicht auf das was so ist wie es ist, aus der Fähigkeit „Teilen“ zu können und aus der Freude und dem Glück, die ich erfahre. Ich trage Kostbarkeiten in mir, die ich mit anderen teile und ich kommuniziere gerne. Ich weiß, was Schweigen bedeutet und ich kann sehr gut damit leben. Das ist auch eine Kostbarkeit, etwas für sich behalten können. Im Einzelgespräch lässt sich hier unendlich was bewegen, weil mein Gegenüber sich in Sicherheit weiß. 

So helfe ich, sprich mich an, wenn ich etwas für Dich tun kann. 

In den sozialen Medien bin ich nicht so aktiv, du wirst verstehen warum. Auf Fb siehst du mich privat mit meinen Hunden und der Labradorzucht. Die Überschrift dort: ich coache Menschen und trainiere Hunde. Jetzt bist du auf meiner Internetseite und erfährst gerade mehr über mich.

Auch Tierhalter finden den Weg zu mir, weil sie wissen, dass unsere geliebten vierbeinigen Freunde als gesunde Tiere im Training und als kranke Tiere in meiner Tierpraxis herzlich willkommen sind. 

Was ich habe ist Zeit. Ich nehme sie mir. Wovon ich lebe? Von dem, was die Menschen mir für meine Arbeit geben. Ja und mein Mann, der schon 1998 verstorben ist, sorgt immer noch für mich. 

Verzicht heißt für mich nicht, arm sein oder in Armut leben.

Melde Dich bei mir, wenn Du das Gefühl hast, dass ich etwas für Dich tun kann.

Von Herzen liebe Grüße

Annette

 

 

 

 

 
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